Studienbeginn: Planung ist das A und O

Du hast den Zulassungsbescheid erhalten, deine Bewerbung für das Hotelmanagement Studium war erfolgreich? Gratulation! Nun ist sicherlich eine der größten Hürden geschafft. Damit das erste Semester geschmeidig beginnt und möglichst stressfrei verläuft, sind jedoch noch einige Dinge erforderlich. Wir empfehlen, sie frühzeitig zu erledigen.


Benötige ich ein Vorpraktikum?

Vorpraktikum StudiumWenn du bereits von der Hochschule angenommen worden bist, müsste diese Frage an sich schon geklärt sein. Denn falls ein Vorpraktikum verlangt wird, gehört es normalerweise zu den Zulassungsvoraussetzungen. Das Praktikum soll nämlich sicherstellen, dass die künftigen Studierenden besser einschätzen können, was sie in dem Studiengang und späteren Berufsalltag erwartet ‒ Unter Umständen zeigt sich schon im Praktikum zeigt, dass das Studium eine Fehlentscheidung wäre. In diesem Fall sollte noch Zeit bleiben, sich neu zu orientieren.

Es liegt also auf der Hand (auch der Name besagt es), dass das Vorpraktikum vor dem Beginn des ersten Semesters abzuschließen ist. Falls es also explizit als
Zugangsvoraussetzung aufgeführt ist, solltest du dich bereits Monate vor dem Studienstart darum kümmern. Nur so lässt sich rechtzeitig ein Platz finden, und das Praktikum an sich benötigt auch seine Zeit. Normalerweise muss die Bestätigung über ein abgeschlossenes Vorpraktikum also spätestens bei der Immatrikulation vorgelegt werden. Aber: Viele Bildungseinrichtungen zeigen sich diesbezüglich sehr kulant. Das Praktikum kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Um sicherzugehen, empfehlen wir dies so früh wie möglich zu klären. So bleibt Zeit, den Nachweis bei Bedarf noch vor Studienantritt zu erbringen.

Empfehlung

Im Hotelmanagement ist häufig kein Vorpraktikum erforderlich, um zum Studium zugelassen zu werden. Dennoch solltest du dich gerade hier freiwillig dafür entscheiden. Nicht jeder kommt mit den Herausforderungen dieser Branche zurecht. Praxiserfahrung wird daher seitens der Arbeitgeber sehr gern gesehen.

Ganz wichtig: Die Einschreibung

Einschreiben ins StudiumDie Zulassung allein bedeutet noch nicht unbedingt, dass du bereits an der Hochschule eingeschrieben bist ‒ es sei denn, diese Formalität wurde bereits ausdrücklich berücksichtigt. Normalerweise aber wirst du erst mit dem Zulassungsbescheid dazu aufgefordert, denn Bewerbung und Einschreibung („Immatrikulation“) sind zwei verschiedene Schritte, die nacheinander erfolgen. Schließlich ist es durchaus möglich, sich bei mehreren Hochschulen gleichzeitig zu bewerben, während man sich dann aber in der Regel nur bei einer immatrikuliert. Dies ist also die allerwichtigste Angelegenheit. Sie gewährleistet, dass du mit dem Studium überhaupt starten kannst. Ausnahmen gibt es allerdings: Bei zulassungsfreien Studiengängen erfolgt die Immatrikulation normalerweise mit der Anmeldung, weil hier das Bewerbungsverfahren entfällt.

Fristen einhalten!

Erst mit der Einschreibung wirst du offiziell als Student geführt. Falls du sie versäumst, verfällt der Studienplatz. Hier sind also unbedingt die Fristen zu beachten: In der Regel erfolgt die Immatrikulation vor Semesterbeginn. Viele Schulabgänger nutzen diese Zeit, um noch einmal richtig Ferien zu machen. In dem Fall also bei der Reiseplanung daran denken! Die wohl meisten Hochschulen bieten eine Vorab-Immatrikulation an, die online vorgenommen werden kann ‒ sehr praktisch und auch von unterwegs zu erledigen. Aber: Die persönliche Immatrikulation ersetzt sie nicht. Du musst also in jedem Fall noch innerhalb der Frist vor Ort erscheinen und deine Dokumente vorlegen.

Das Thema Wohnungssuche…

Wohnen im Studium… kann sich je nach Stadt als sehr intensiv und zeitaufwendig erweisen. Es ist natürlich nur dann ein Thema, wenn für das Studium überhaupt ein Umzug erforderlich ist. Dann aber solltest du auch hiermit so zeitig wie möglich anfangen. Das ist nicht immer einfach, da es ja wiederum erst Sinn macht, wenn der Studienplatz sicher ist. Dann aber am besten sofort!

Besonders in Metropolen wie Hamburg oder München ist der Wohnungsmarkt sehr schwierig und Wohnraum ist vergleichsweise teuer. Auch in beliebten Studentenstädten wie zum Beispiel Göttingen kann es ‒ zumindest in den Wochen vor Semesterbeginn ‒ sehr eng werden. Allerdings haben diese Städte den Vorteil, dass Vermieter häufig aufgeschlossener gegenüber Studenten und Wohngemeinschaften sind. Manche bieten sogar gezielt Zimmer an, die „besonders geeignet für Studierende“ sind.

Einige Internetportale vermitteln Wohnraum speziell für Studenten, unter anderem www.studentenwohnung.com, www.studenten-wohnung.de und www.studenten-wg.de. Auch auf vielen allgemeinen Immobilienportalen lässt sich die Suche mit diesem Kriterium konkreter gestalten. Außerdem kannst du dich bei Studentenwohnheimen bewerben. Hier sind die Zimmer oftmals besonders günstig, aber daher auch entsprechend begehrt. Auch hier gilt also: So früh wie möglich anmelden! Die Wohnheime werden von den jeweiligen Studentenwerken betrieben. Dort erhältst du bei Interesse auch weitere Informationen.

Bundesweit gibt es derzeit 58 Studentenwerke. Hier die Homepage des Dachverbandes.

Der Umzug

Ist die Bleibe gefunden, geht es gnadenlos weiter: Der Umzug möchte schließlich auch geplant werden. Doch keine Sorge, das haben schon viele geschafft! Mit guter Vorbereitung kann es sogar richtig Spaß machen. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ausreichend Umzugskartons besorgen. Wirklich „Umzugskartons“, denn die sind stabil und lassen sich besser stapeln. (Keine Obststeigen oder halb zerfallene Verpackungen alter Fernseher. Das rächt sich beim Tragen und Transportieren!)
    Tipp: In Kleinanzeigen werden Umzugskartons häufig gebraucht und damit günstiger verkauft.
  • Den Transporter, bei Bedarf auch einen Fahrer, organisieren.
    Tipp: In vielen Städten gibt es Carsharing- Angebote. Das ist i.d.R. günstiger sind als ein „normaler“ Mietwagen.
  • Engagierte Helfer zusammentrommeln!
    Tipp: Wer z.B. ein gemeinsames Grillen im neuen Garten nach getaner Arbeit ankündigt, kann mit mehr Resonanz rechnen – und Mühe sollte stets belohnt werden.
  • Bei einer eigenen Wohnung: Rechtzeitig Telefon und Internet beantragen, Strom und Heizung anmelden, usw.
    Tipp: Von den Fernseh- und Rundfunkgebühren („GEZ“) können Studenten sich befreien lassen.


Orientierungswoche

FragenDie ersten Kisten sind ausgepackt, die Immatrikulationsbestätigung liegt auf dem Tisch – Nun hast du es bald geschafft. Gerade die erste Woche vor dem Vorlesungsbeginn bringt für Erstsemester viele interessante Angebote mit sich. Die Erstsemestereinführung (auch Einführungswoche oder Orientierungswoche genannt) wird von Studenten deiner Hochschule organisiert. In dieser Woche sollst du so viel wie möglich kennenlernen. Die Stadt, den Campus, die Leute.

Die Stadt

Die neue Stadt, in der du nun lebst hat mit Sicherheit ein paar Ecken, wo Studenten besonders gerne hingehen. Diese Plätze werden dir oft auf Stadtrundgängen oder Kneipentouren während der O-Woche gezeigt. Dabei kannst du dann testen, ob die jeweilige Kneipe, Bar oder Disco dir gefällt und du dir vorstellen kannst, dort während deines Studiums öfter hinzugehen.

Außerdem solltest du dich über die Wege, die du zum Campus oder zu deiner Wohnung, vielleicht auch zu den Supermärkten oder Weggehmöglichkeiten in deiner Umgebung zurücklegen musst, informieren. Dabei bietet sich an, die Routen und die Bus- oder Bahnlinien rauszusuchen und eventuell Probe zu fahren. Fahrpläne der Linien, die zum Campus führen, bekommst du oft bei der ESE-Woche oder hängen an der Hochschule aus. Auch online kannst du dir beim jeweiligen Verkehrsbetrieb die Fahrpläne runterladen. Manche Hochschulen haben auch schon Apps entwickelt, die die Abfahrtszeiten der Bus- und Bahnlinien anzeigen. Solche Infos können dir am besten die Studenten, die dich bei der Einführungswoche betreuen, geben.

Der Campus

Welcher Fachbereich befindet sich wo auf dem Campus? Wo ist das Studierendensekretariat? Wo ist die Studienberatung? Wo finden meine Veranstaltungen statt? Das sind alles Fragen, die dir in der ESE-Woche/O-Woche ausführliche beantwortet werden können. Vor allem, wo du Seminarräume und Hörsäle oder die Mensa und die Bibliothek findest, erfährst du auf den Campus-Rundgängen. Außerdem kannst du in Erfahrung bringen, wo die AStA tagt, wo die Anlaufstellen der verschiedenen Fachschaften sind oder wo der Uni-Sport stattfindet. Oft bekommt man von den bereits Studierenden auch Hilfe bei der Stundenplanerstellung.

Die Leute

Natürlich kannst du das alles auch im Alleingang rausfinden aber so eine Orientierungswoche bietet dir tolle Möglichkeiten, Anschluss zu finden. Du kannst beispielsweise Leute, die mit dir im gleichen Fachbereich studieren oder die sogar den gleichen Studiengang wie du belegt haben, kennenlernen. Dazu kommt, dass du nicht unbedingt alleine zu den studiengangbezogenen Einführungsveranstaltungen, Aktionen der Fachschaften oder Eröffnungsfeiern gehen musst. So eine Woche ist also neben der Informationserlangung dazu da, dass du nicht allein, sondern mit Anschluss in dein Studium startest. Es ist oft angenehmer, mit ebenso aufgeregten, nicht ganz durchblickenden und vor allem neuen Leuten zusammen dem Abenteuer Studium entgegenzufiebern und dieses zu erleben.

Wir wünschen viel Erfolg beim Studienstart!

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