Was lernt man im Hotelmanagement Studium – Ein Überblick über Studieninhalte und Themen

Inhalte Hotelmanagement StudiumWas lernt man eigentlich in einem Hotelmanagement Studium? Na klar, das Know-how, um später in der Hotellerie oder im Tourismus zu arbeiten. Aber welches Wissen wird denn nun im Details gelehrt? Wir haben Studieninhalte genau unter die Lupe genommen, damit du die Studienpläne besser verstehen kannst und weißt, was in den Fächern gelehrt wird.


Auflistung und Beschreibung der Studienfächer

Verteilung StudieninhalteDer Studiengang Hotelmanagement bereitet dich auf verschiedene Tätigkeitsbereiche in der Hotellerie oder auch in der Tourismusbranche vor. Das Studium besteht meist zu ungefähr gleichen Teilen aus betriebswirtschaftlichen und hotelspezifischen Inhalten. Dazu kommen vor allem Fremdsprachen und auch Soft Skills, die während der Studienzeit vermittelt werden. Gerade Fremdsprachen sind natürlich unabdingbar für einen Job in einer so internationalen Branche wie der Hotellerie.

Im Folgenden geben wir dir einen Überblick, welche Studieninhalte dich im Hotelmanagement Studium erwarten. Natürlich variieren einzelne Fächer von Hochschule zu Hochschule bzw. Akademie, aber dennoch wird dir einen Großteil der folgenden Studienfächer begegnen, wenn du dich für ein Hotelstudium entscheidest.




Grundlagen: Studieninhalte der Betriebswirtschaft

Die Basis jeglichen wirtschaftlichen Handelns ist die Betriebswirtschaftslehre. Ohne fundiertes Wissen in den unterschiedlichen Disziplinen ist es z.B. nicht möglich, Analysen, Statistiken, Bilanzen oder Reportings zu lesen und verstehen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Daher legt man in den ersten Semestern des Hotelmanagement Studiums hierfür die Grundlagen.

Fächer/ Vorlesungen:

Grundlagen der BWL
Hierzu gehören unmittelbare betriebswirtschaftliche Fächer wie Finanzwirtschaft, Controlling, Rechnungswesen, Marketing und Personalmanagement.

Ausführlichere Beschreibung der BWL-Grundlagen-Fächer



Grundlagen der VWL
Die Volkswirtschaftslehre (VWL) betrachtet – im Gegensatz zur BWL – das gesamte wirtschaftliche Geschehen in einer Volkswirtschaft. Es wird also nicht mit der “Lupe” auf die Abläufe in einem Betrieb geschaut (= BWL), sondern auf die übergeordneten Zusammenhänge. Die VWL setzt sich zusammen aus der Mikroökonomie (kleinere Teilnehmer, wie Haushalte und Unternehmen) und der Makroökonomie (Staat, Ausland und Banken und deren wechselseitige Beziehungen untereinander). Eine Fragestellung zum Beispiel wäre: „Wie entscheidet eine weltweite Finanzkrise?“

Mathematik / Statistik
Auch ein Hotelmanager muss z.B. Statistiken erstellen und lesen können. Und das Berechnen von Preisen für Hoteldienstleistungen fällt ohne mathematische Grundlagen auch schwer. Daher wird es im Studium Fächer wie Wirtschaftsmathematik und Statistik geben.

Juristische Inhalte/ Steuerlehre
Du solltest in Grundzügen wissen, wie man Verträge korrekt schließt oder Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) formuliert. Natürlich wirst du nicht zum Rechtsexperten ausgebildet, aber grundlegendes Know-how im juristischen Bereich schadet nie. Außerdem stehen auch Grundlagen der Steuerlehre oft auf dem Lehrplan.


Die fachspezifische Vertiefung: Vorlesungen aus Hotellerie und Tourismus

Studieninhalte HotelmanagementZum zweiten großen Themenblock innerhalb des Hotelmanagement Studiums zählen natürlich die spezifischen Studieninhalte aus genau diesem Bereich. Die Intensität, mit der diese Inhalte gelehrt werden, variiert je nach Hochschule und Studiengang. Wer z.B. BWL mit Schwerpunkt Hotelmanagement wählt, wird nicht ganz so in die Tiefe gehen wie derjenige, der in einem eigenständigen Hotelmanagement-Studiengang eingeschrieben ist.

Fächer/ Vorlesungen:

  • Grundlagen des Hotelmanagements
  • Tourismusmanagement
  • Destinationsmanagement
  • Messe-, Kongress- und Eventmanagement
  • Business Travel Management
  • Recht und Steuern im Tourismus
  • Yield-Management & Pricing
  • Rooms Division Management

Ausführlichere Beschreibung der hotelspezifischen Fächer


Zusätzlich: Soft Skills, Fremdsprachen und Praktika

Soft Skills („Sanfte Fähigkeiten“) sind die Eigenschaften, die man quasi nicht aus Büchern lernen kann. Dazu gehört vor allem, sich gut ausdrücken und präsentieren zu können und Fremdsprachen zu sprechen. Da gerade diese Skills bei künftigen Tourismus- und Hotelmanagern gefragt sind und auch benötigt werden, haben die meisten Hochschulen entsprechende Studieninhalte.

Soft Skills
Je nach Hochschule werden verschiedene Seminare durchgeführt, von Rhetorikschulungen bis hin zu Moderation oder der Vermittlung von Präsentationsfähigkeiten (“Wie präsentiere ich mich oder eine bestimmte Sache selbstbewusst und überzeugend”).

Fremdsprachen
Studieninhalte Fremdsprachen Wie schon beschrieben, sind Fremdsprachen im Bereich Tourismus/ Hotel unerlässlich. Du wirst jeden Tag mit Gästen aus den unterschiedlichsten Nationen zu tun haben und musst dich natürlich auch mit ihnen verständigen können. Fließendes Englisch ist da die Mindestvoraussetzung, eine zweite Fremdsprache nahezu Pflicht. Daher bietet die Hochschulen viele Fremdsprachenkurse an.

Praktikum & Abschlussarbeit
Da es im Hotelwesen sehr stark auf Praxiserfahrung ankommt, beinhalten die meisten Hotelmanagement Studiengänge mindestens ein Pflichtpraktikum. Während des Praktikums kannst du Kontakte für den Berufseinstieg knüpfen und deine theoretischen Erfahrungen in die Praxis umsetzen.

Die Bachelor-Thesis folgt dann zum Schluss. Sie ist die wissenschaftliche Abschlussarbeit, die du zum Ende des Studiums schreiben musst. Sie hat einen Umfang von ungefähr 40-50 Seiten.

Was du sonst noch über Studieninhalte wissen solltest

Wie gesagt, die obige Liste ist nicht universell einsetzbar. Die eine FH legt den Schwerpunkt mehr auf hotelspezifische Inhalte, die andere mehr auf die BWL. Dazu kommen Querschnittsstudiengänge wie „Tourismus, Hotel & Eventmanagement“, die natürlich auch nochmal teilweise ganz andere Inhalte haben.

Lade dir auf den Webseiten der Hochschulen unbedingt die Studienpläne herunter. Es gibt sie meistens als PDF direkt verlinkt. Nur so kannst du herausfinden, welche Vorlesungen gelehrt werden.

Und zum Zeitraum: Diese Studienfächer werden meist in der Regelstudienzeit von 6 Semestern, also drei Jahren, vermittelt. Bestehst du alle Prüfungen, kannst du dich dann mit dem gesammelten Wissen als Bachelor ins Berufsleben stürzen oder einen Master anschließen um dich noch weiter zu spezialisieren. Viel Erfolg!



Das könnte dir auch gefallen:



Empfiehl uns weiter: