Hotelmanagement Studieninhalte im Fokus

Die FHs und Akademien geizen auf ihren Webseiten oft mit detaillierten Informationen, was man in den verschiedenen Vorlesungen genau lernt. Wir haben daher beispielhaft Vorlesungen, denen man im Hotelstudium eigentlich immer begegnet, herausgesucht und beschreiben, was damit gemeint ist.

Rooms Division Management

Zum Rooms Division Management, das es übrigens meist nur in größeren Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen gibt, gehören die Bereiche Empfang, Hauswirtschaft und Reservierung. In den Vorlesungen lernt man u.a. die Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die Erstellung von Belegungsplänen für die Hotelzimmer kennen.

Hotelmarketing

Der Erfolg eines Hotels hängt meist von der Einmaligkeit seines Angebotes ab. Dazu gehören z.B. der Übernachtungspreis als ein zentrales Entscheidungskriterium, aber auch die Darstellung des Hotels in der Außenkommunikation (z.B. mittels Webseite, Broschüren, Messeauftritten, etc). Des Weiteren versteht man unter Hotelmarketing z.B. Betreuung der Stammgäste, die Planung, Organisation und Umsetzung von Kundenevents oder auch das Planen von Sonder-Angeboten, wie z.B. einem „Paket Silvester“ inkl. Abendessen, Feuerwerk, Sekt und Übernachtung. In dieser Vorlesung lernst du alles, was du zum Thema Hotelmarketing wissen musst und kommst mit verschiedenen Marketinginstrumenten in Berührung.

Food and Beverage Management

Wie fast alles, so hat auch die Organisation von Speisen und Getränken, also der Gastronomie, im Wirtschaftsumgang den englischen Namen verpasst bekommen. Zum Food and Beverage Management gehört die Organisation, Planung, Logistik und Durchführung aller Aktivitäten, die mit der Bewirtung eines Hotelgasts zu tun haben. Angefangen von der Verhandlung mit den Lieferanten bis zur Planung, dass immer genügend Weinflaschen jeglicher Sorten vorrätig sind.

Destination Management

Unter dem Begriff Destinationsmanagement (engl. Destination Management) wird die strategische Führung und Vermarktung touristischer Destinationen verstanden. In den Vorlesungen lernst du, wie z.B. ein Reiseveranstalter neue touristische Ziele in sein Angebot aufnimmt. Bevor nämlich die Pauschalreise in den Katalog gedruckt wird, gilt es, verschiedenste Dienstleister zu finden und Verträge zu schließen. Es gilt also, eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen Beherbergungsbetrieben (Hotels, Pensionen, etc), Anbietern von Freizeitdienstleistungen (z.B. Ausflüge) und weiteren benötigten Firmen und Personen (z.B. Reiseleiter) herzustellen. Man schnürt quasi aus vielen Einzelheiten ein Angebotspaket.

Business Travel Management

Neben den Freizeitreisen für Privatpersonen, also dem Urlaub, gibt es eine weitere wichtige Sparte in der Hotellerie und im Tourismus: Die Geschäftsreisenden. Zum Business Travel Management (deutsch Geschäftsreisemanagement) gehören neben der Planung und Buchung einer Geschäftsreise auch die komplette Abwicklung und Abrechnung. Große Konzerne haben monatlich hunderte Geschäftsreisen ihrer Manager zu managen. Hier geht es darum, die Kosten möglichst effizient auszugeben. Somit ist Travel Management die Analyse, Steuerung und Optimierung von Prozessen und Leistungen, die in Zusammenhang mit Planung, Organisation, Durchführung sowie Abrechnung und Kontrolle von Geschäftsreisen notwendig ist.

Personalwesen in der Hotellerie

In einem Hotel arbeiten dutzende Angestellte mit den unterschiedlichsten Aufgaben. Von Auszubildenden über Zimmermädchen, Hausmeister bis hin zu Empfangsdamen/- herren (Front Office Manager) und der Verwaltung im Hintergrund – all diese Mitarbeiter müssen sorgfältig ausgewählt werden. Zudem sollen sie sich ja auch weiterentwickeln und eine Karriereperspektive im Hotel haben. In dieser Vorlesung lernt man daher alles, was mit Personalmanagement zu tun hat – von Auswahlverfahren über Arbeitsverträge bis zur Einteilung des Personals in verschiedene Schichten und die Urlaubsplanung.

Hotel Accounting and Yield Management

Das Yield-Management (deutsch: Ertragsmanagement) ist ein Instrument zur simultanen und dynamischen, meist rechnergestützten Preis- und Kapazitätssteuerung. Das bedeutet also, dass die Preise z.B. für Hotelzimmer automatisch vom Rechner angepasst werden, je nach Nachfrage und noch verfügbaren Räumen. Auf diese Weise wird es Hotels ermöglicht, ihre Zimmer zum bestmöglichen Preis optimal auszulasten. Meist wird dazu mit Rabattstaffelungen gearbeitet. Hat ein Hotel z.B. 100 Zimmer und will es diese zum Oktoberfest ausgebucht haben, geht man mit 10 Zimmern zum Preis von 20 Euro in die Werbung. Sind diese 10 Zimmer vergeben, steigt der Preis automatisch auf 40 Euro für die nächsten 60 Zimmer. Die letzten 30 Zimmer werden für 80 Euro oder mehr verkauft. 

Bitte bedenke, dass die einzelnen Hochschulen, Hotelfachschulen und Akademien unabhängig in der Ausgestaltung ihrer Studieninhalte sind. Es kann sein, dass deutliche Unterschiede zwischen unseren Beispielen und den Lehrinhalten bestehen- Wir haben uns dennoch natürlich viel Mühe gegeben, einen möglichst übergreifenden Überblick zu geben.



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