Bewerbung für eine Hotelausbildung

Du bist fest entschlossen eine Ausbildung im Hotelwesen zu machen und bist bereit, dir einen passenden Ausbildungsplatz zu suchen. Doch wie fängt man die Suche nach einem Ausbildungsplatz in einem geeigneten Betrieb an? Was gehört in die Bewerbung? Und wann ist überhaupt der beste Zeitpunkt, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben? Fragen über Fragen, die wir hier beantworten werden!

Wie sucht man einen passenden Ausbildungsplatz?

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hast du verschiedene Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen und die du in Kombination nutzen solltest. Sich auf ein Medium zu beschränken könnte bedeuten, dass dir spannende Angebote durch die Lappen gehen – und wer will das schon.

Ausbildungsplatzsuche in Jobbörsen

Inzwischen wohl am weitesten verbreitet ist die Job- und Ausbildungsplatzsuche über das Internet. Hier gibt es zahlreiche Jobbörsen, die tagesaktuell die neusten Angebote aus allen Branchen anbieten.

Für die Hotellerie und Gastronomie gibt es spezielle Anbieter, die nicht nur freie Jobs in Deutschland anbieten, sondern auch Stellen im Ausland in ihrer Datenbank haben. Solche Anbieter sind z. B.  

  • Job-Hotel.eu
  • Hotel-Career.de
  • Jobsterne.de
  • Hoteljob-Deutschland.de

Agentur für Arbeit und IHK-Lehrstellenbörse

Für angehende Azubis sehr sinnvoll sind auch die Jobbörse der Agentur für Arbeit und die IHK-Lehrstellenbörse. Viele Unternehmen wenden sich direkt an diese Institutionen, um ihre neusten Lehrstellen zu veröffentlichen.

Außerdem kannst du in der Lehrstellenbörse der Agentur für Arbeit gleich ein Profil anlegen und deinen Lebenslauf digital und für Unternehmen sichtbar hinterlegen. So haben Hotelchefs sofort alle deine Daten auf einen Blick und können dich auch direkt anschreiben, wenn du auf sie einen interessanten Eindruck machst.

Direkt beim Unternehmen nachfragen

Wenn du schon ganz genau weißt, in welchem Hotel du deine Ausbildung machen möchtest, dann kannst du dich auch direkt auf der Unternehmenswebseite deines Wunschhotels nach neuen Ausbildungsplätzen umsehen.
Alternativ kannst du natürlich auch direkt in der Personalabteilung anrufen und nachfragen, ob das Hotel aktuell freie Ausbildungsplätze anbietet und ob du deine Bewerbung an das Hotel schicken darfst.

Tageszeitungen und deren Onlineausgaben

Für einige mag das zunächst veraltet klingen, aber der Blick in die einschlägigen Tageszeitungen lohnt sich auch bei der Lehrstellensuche. Hier werden immer noch zahlreiche Stellen ausgeschrieben. Ergänzend hierzu bieten inzwischen fast alle Zeitungen auch online eine Stellenbörse, sodass du nicht unbedingt zum nächsten Kiosk laufen musst, um die Stellenangebote in den Tageszeitungen lesen zu können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Bewerbung?

Einen optimalen Zeitpunkt gibt es mit Sicherheit nicht. Und es lässt sich unmöglich auf den Tag genau bestimmen, wann du deine Bewerbung abschicken solltest bzw. wann Hotels ihre freien Ausbildungsplätze ausschreiben.

Allerdings gibt es ein paar Richtwerte, an die du dich halten kannst. Viele Unternehmen, und das nicht nur im Hotelgewerbe, schreiben ihre Ausbildungsplätze schon ein Jahr vor dem eigentlichen Ausbildungsstart aus. Ist eine Ausbildung zur Hotelkauffrau, zum Restaurantfachmann oder einem anderen Ausbildungsberuf in der Hotellerie dein Ziel, solltest du schon ein Jahr bevor es losgehen soll die Augen nach freien Stellen aufhalten.

Das ist natürlich nicht der Regelfall. Viele Unternehmen planen auch nicht so langfristig und schreiben freie Ausbildungsplätze zu Beginn eines Jahres aus, auch wenn der Start der Ausbildung noch im selben Jahr ist.

Wir haben dir ein paar Ausbildungen in der Hotellerie vorgestellt.

Zur Übersicht

In der Regel starten Ausbildungen im August oder September eines Jahres. Einige Hotels wünschen sich, dass die angehenden Azubis vorab noch ein Praktikum machen, damit beide Seiten feststellen können, ob der Azubi zum Hotel passt – und umgekehrt. Denn so kann auch der Azubi ausprobieren, ob der Job ihm Spaß macht. Dementsprechend startet die Ausbildung dann natürlich nicht erst im August oder September, sondern schon im Juni oder Juli.

Die Bewerbung – Was muss rein, was hat dort nichts zu suchen?

Eine klassische Bewerbung besteht aus mindestens drei Teilen:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse

Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Darüber hinaus kann sich jedes Hotel auch noch ein Motivationsschreiben vom Bewerber wünschen. Schreibst du eine Papierbewerbung, wird die Bewerbung noch um ein Deckblatt ergänzt, um den Gesamteindruck abzurunden.

Das Anschreiben

Viele Bewerber verzweifeln oft beim Schreiben der Bewerbung. Hier gilt: Keine Angst vor dem weißen Blatt. Lieber erst mal zu viel aufschreiben als tagelang kein einziges Wort zustande bekommen.

Das Anschreiben ist dein Aushängeschild. Hier machst du Werbung in eigener Sache und kannst dem Hotel, bei dem du dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst, erläutern, was du bereits gemacht hast, was deine Motivation ist und warum du der perfekte Kandidat für den Ausbildungsplatz bist.

Beim Anschreiben solltest du auf Schachtelsätze verzichten und nicht versuchen, möglichst viele Informationen in einen Satz zu quetschen. Hier gilt es, schnell auf den Punkt zu kommen. Insgesamt solltest du dich aber mit deinen Ausführungen auf eine DIN-A4-Seite beschränken.

Unser Tipp: Gehe auf die Anforderungen im Anschreiben ein und belege deine Stärken und deine Qualifikation mit Beispielen. Hast du in deiner Freizeit z. B. eine Jugendfreizeit betreut, kannst du Anforderungen wie Verantwortungsbewusstsein oder Teamorientiertheit hiermit belegen.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist eine tabellarische und chronologische Auflistung deines bisherigen Lebenswegs. Hier finden alle Angaben, die für den künftigen Arbeitgeber und den Ausbildungsplatz relevant sind, ihren Platz: Schulausbildung, Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten werden hier genauso aufgeführt wie Hobbys, Fremdsprachen- oder PC-Kenntnisse. Auch das Bewerbungsfoto hat seinen Platz im Lebenslauf – am besten rechts oben.

Der Lebenslauf kann übrigens auf zwei Wegen gestaltet werden. Du kannst alle Punkte deines bisherigen Werdegangs chronologisch, angefangen mit dem aktuellsten Ereignis, darstellen. Oder du beginnst mit dem ältesten Punkt bis hin zum aktuellsten Ereignis. Inzwischen hat sich aber die erste Variante, der so genannte amerikanische Lebenslauf, etabliert. So braucht der Leser deines Lebenslaufs gar nicht lange suchen und erkennt auf den ersten Blick, was du zuletzt gemacht hast.

Zeugnisse

Auch Zeugnisse gehören zur Bewerbung. Hierzu zählen Praktikumszeugnisse, Zeugnisse aus ehrenamtlichen Tätigkeiten und natürlich auch Schulzeugnisse. Die letzten beiden Zeugnisse reichen hier in der Regel.

Und was sonst noch?

Lies die Stellenanzeige aufmerksam durch und geh auf die Anforderungen des Arbeitgebers ein

Ist dort ein Ansprechpartner angegeben, dann richte die Bewerbung auch an diesen und verzichte auf eine Ansprache mit „Sehr geehrte Damen und Herren“. 
Du solltest übrigens nicht an alle Ausbildungsbetriebe die gleiche Bewerbung schicken. Variiere den Text und verzichte auf copy & paste – die meisten Unternehmen merken, wenn sich der Bewerber mit seiner Bewerbung keine Mühe gegeben hat und schon bist du aus dem Rennen.

Achte auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.

Zu viele Fehler führen schnell zu einer Absage. Wenn du dir unsicher bist, ob alle Fehler beseitigt wurden, lass deine Eltern oder vielleicht sogar einen deiner Lehrer noch mal über die Bewerbung schauen. So gehst du sicher, dass alle Flüchtigkeitsfehler beseitigt werden. Auch auf die richtige Schreibweise des Hotelnamens und des Ansprechpartners solltest du achten. Aus einer Frau Müller einen Herrn Müler zu machen, kommt selten gut an.

E-Mail-Bewerbungen als PDF verschicken

Inzwischen haben sich E-Mail Bewerbungen voll und ganz im Bewerbungsprozess etabliert. 
Bei einer E-Mail-Bewerbung solltest du darauf achten, dass du alle Teile der Bewerbung – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc. – in einem Dokument verschickst. Am besten als PDF. Der Anhang deiner E-Mail sollte dabei nicht größer als 3 MB sein.

Klassische Papierbewerbungen werden kaum noch gewünscht, sind aber oft noch möglich. Wie du dich bewerben sollst, steht in der Stellenanzeige. Falls tatsächlich eine postalische Bewerbung gewünscht wird (oder du dich gerne auf diese Art bewerben möchtest), solltest du eine Bewerbungsmappe erstellen. Infos dazu findest du in diesem Video.

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