Praktikum im Hotel

Die Arbeit in der Hotellerie ist oft anstrengend: Lange Schichten, Wochenendarbeit, immer lächeln und freundlich bleiben, auch wenn die Gäste es nicht sind. Das ist nicht für jeden etwas und erfordert viel Motivation und Disziplin. Daher ist es von Vorteil, schon vor dem Studium durch Praktika zu testen, ob die Hotelbranche wirklich das richtige für dich ist. Mal davon abgesehen, dass einige Hochschulen praktische Erfahrung für eine Bewerbung voraussetzen. Wir zeigen dir hier die verschiedenen Aufgabenfelder und den Nutzen!

Nirgendwo lernst du schon so früh den beruflichen Alltag kennen wie innerhalb eines Praktikums. Daher ist es nicht nur im Hotelmanagement von Vorteil, schon früh mindestens ein Praktikum zu absolvieren, um auszuprobieren, ob der Beruf etwas für dich ist.

Alle Infos zum Praktikum
im Hotel

Nutzen eines Praktikums

Im Hotelmanagement Studium gehört fachliche Erfahrung in Form von Praktika oder einer vorherigen Ausbildung oft schon zu den Voraussetzungen, um überhaupt das Studium beginnen zu können.

Entweder durchläufst du während des Praktikums verschiedene Stationen innerhalb des Hotelbetriebs, um alles einmal kennenzulernen und einen Einblick in die Vielfalt der verschiedenen Tätigkeiten zu bekommen.

Eine andere Möglichkeit ist es, mehrere Praktika in jeweils einem Bereich zu absolvieren. Das erfordert zwar mehr Zeit, andererseits kannst du so schon früh verschiedene Hotels kennenlernen (und eventuell auch schon wichtige Kontakte für deine spätere Karriere knüpfen) und bekommst noch tiefere Einblicke in die jeweiligen Aufgabenfelder. Bei mehreren Praktika kannst du zudem die verschiedenen Formen des Gastgewerbes kennenlernen.

Nicht nur auf Hotels beschränken

Neben Hotels kannst du dich auch bei Kreuzfahrtgesellschaften, Vermittlern oder Betreibern von Ferienwohnungen oder bei Clubanlagen um ein Praktikum bewerben.

Was erwartet dich während des Praktikums?

Während eines Praktikums im Bereich Hotelmanagement kannst du in die vielen verschiedenen Abteilungen reinschnuppern – z. B. Front Office, Rooms Division, Housekeeping oder Food & Beverage. Wenn du Glück hast, bekommst du während des Praktikums auch Einblicke in die Verwaltung und Direktion des Hotels und kannst so auch die spezifischen Tätigkeiten eines Hotelmanagers sowie z. B. die buchhalterischen Abläufe kennenlernen, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf des Hotellebens sorgen. Mit diesem Wissen fällt die Entscheidung leichter, ob etwa der Beruf des Hotelmanagers wirklich der richtige für dich ist.

Im Folgenden erklären wir dir einige Abteilungen im Hotel genauer, damit du dir schon mal ein Bild davon machen kannst, was dich erwartet.

Front Office

Im Prinzip bezeichnet das Front Office die Rezeption/den Empfang im Hotel. In diesem Bereich geht es also vor allem um die Gästebetreuung mit den vielen verschiedenen Unteraufgaben, z. B. gibt das Front Office den Gästen Tipps zur Freizeitplanung, organisiert entsprechende Ausflüge und Transportmittel (Mietwagen, Taxi etc.), gibt Auskünfte zu Bahn- oder Flugzeiten und ist für eventuelle Reklamationen und Beschwerden der Gäste zuständig.

Zudem behält der Front Office Manager den Überblick über die Check-Ins und Check-Outs und die Buchungen für den jeweiligen Tag, er ist für das Zimmermanagement zuständig und übernimmt den Telefondienst an der Rezeption. Außerdem kann das Front Office auf Wunsch des Gastes einen Weckdienst einrichten, Zimmerwechsel organisieren und Botengänge erledigen. Auch die Rechnungen werden vom Front Office Manager erstellt.

Im Front Office dreht sich also alles rund um den reibungslosen Ablauf der Gästebewirtung, das wichtigste Ziel ist die Zufriedenheit des Gastes.

Housekeeping

Beim Housekeeping erfährst du alles, was mit der Reinigung des Hotels und der Zimmer zu tun hat. Du bist in diesem Bereich also für das Hygienemanagement zuständig. Und das ist oft eine organisatorische Meisterleistung, denn in der Regel ist nicht viel Zeit für die Reinigung, die Qualität muss aber natürlich trotzdem stimmen. Vor allem die Zimmer- und Badreinigung ist äußerst wichtig. Zusätzlich ist das Housekeeping auch für die Wäsche des Personals (und manchmal auch der Gäste) sowie für Bett- und Tischwäsche verantwortlich.

Um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, werden Teams zusammengestellt, die dann für eine Etage zuständig sind, dazu gehören die Flure, die Gästezimmer, der Empfangsbereich, die Treppenhäuser und andere Räumlichkeiten wie beispielsweise Tagungsräume.

Das Housekeeping arbeitet auch eng mit dem Facility Management eines Hotels zusammen, damit eventuelle Schäden und erforderliche Reparaturen schnellstmöglich bearbeitet werden können.

Rooms Division

Die Abteilung Rooms Division Management ist verantwortlich für die Hauptabteilung Beherbergung der Gäste. Das bedeutet, dass der Rooms Division Manager u. a. die Abteilungen Front Office, Housekeeping und Guest Relations verwaltet und für den reibungslosen Ablauf der verschiedenen Aufgaben und für die Einhaltung der Qualitätsstandards zuständig ist.

Zudem werden bei der Rooms Division die Abteilungsbudgets festgelegt sowie der Dienst- und Urlaubsplan erstellt. Daher fällt auch ein gewisser Teil des Personalwesens ins Rooms Division Management.

Food & Beverage

Food & Beverage heißt nichts anderes als „Speisen und Getränke“. Das bedeutet, dieser Bereich beschäftigt sich mit der Gastronomie, der Hotelküche und dem Catering. Zum Zuständigkeitsbereich des Food & Beverage Managements gehört daher zum Beispiel die Küche, das Restaurant, der Bankettbereich, die Bar, der Etagen- bzw. Zimmerservice, der Einkauf und der allgemeine Service.

Als Food & Beverage Manager bist du auch für das Budget verantwortlich, sodass auch die Preiskonzeption der Speisen und Getränke, die Auswahl der Lieferanten sowie die Konditionsverhandlungen zu deinen Aufgaben zählen.

Auslandspraktikum

Im Hotelmanagement spielt Auslandserfahrung eine besonders große Rolle, da es sich um eine internationale Branche handelt. Wer praktische Erfahrung im Ausland vorweisen kann, hat immer bessere Chancen auf einen Job. Bei vielen Studiengängen gehört ein Auslandssemester oder -praktikum zum Studienverlauf dazu. Wenn du sowieso auf der Suche nach einem Praktikumsplatz bist, solltest du dich ruhig auch über Möglichkeiten im Ausland informieren und diese in Betracht ziehen. Falls du nicht sofort ins fremdsprachliche Ausland möchtest, bilden auch die Schweiz oder Österreich eine gute Alternative.

Ansonsten bietet ein Praktikum im Ausland aber natürlich den Vorteil, dass du neben der praktischen Erfahrung auch deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern bzw. erweitern kannst. Für eine internationale Hotelmanagement-Karriere ist es sehr wertvoll und ratsam, mehrere Fremdsprachen zu sprechen. Aber auch, wenn du in Deutschland bleiben solltest, ist Englisch die Grundvoraussetzungen für einen Job in der Hotel- und Tourismusbranche.

Damit sich ein Praktikum lohnt – besonders, wenn du dafür ins Ausland gehst –, sollte es im besten Fall mehrere Wochen oder Monate dauern. Ob du Kost und Logis gestellt bekommst und wie es sich mit der Bezahlung verhält, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Informiere dich also gut und frage im Zweifelsfall vorab im jeweiligen Unternehmen nach.

Fest steht auf jeden Fall: Mit jedem einzelnen Tag, an dem du praktische Erfahrung in der Hotellerie sammelst, ergänzt du dein theoretisches Wissen sinnvoll und nachhaltig. Dies kann sowohl während deines Hotelmanagement Studiums als auch davor oder danach für deine weitere Karriere richtungsweisend sein.

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