Soll ich eher eine Ausbildung oder ein Studium wählen für Hotelmanagement?

„Meine Schulfreunde gehen fast alle nach dem Abi direkt studieren. Ich habe aber überlegt, ob es im Hotelbereich nicht besser ist, erst mal eine Ausbildung zu machen? Denn ich habe öfters gelesen, dass vor allem die Praxiserfahrung zählt. Die bekomme ich ja eher durch eine Ausbildung als durch ein Studium. Oder?“

Studenten antworten:

Dominik, dualer Student der iba in Heidelberg:

Student lächelt in Kamera„Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass ein reines Vollzeitstudium in der Hotellerie wenig Sinn macht. Das ist wie bei Lehrern, sie studieren und studieren und studieren und auf einmal nach ein paar Jahren werden sie an eine Klasse herangeführt und merken: “Oh Gott, ich kann Kinder nicht leiden!”. Dieses überspitzte Beispiel sagt eigentlich schon alles. Auf dem Papier hört sich alles schön und gut an, aber gerade in der Hotellerie und Gastronomie muss man schnellstmöglich mit dem Handwerk vertraut werden. Ich studiere zum Beispiel dual und gehe jeweils 20 Stunden in die Universität und 20 Stunden in meinen Betrieb und das jede Woche. Ich habe vorher keine Ausbildung gemacht, lerne aber meine späteren Verantwortungsbereiche von der Pike auf.“

Jana, Absolventin der Hochschule Fresenius:

Hotelmitarbeiterin lehnt an Geländer„Eine Ausbildung ist natürlich von Vorteil. Oder man macht ein Wirtschaftsabitur. Bei uns im Studiengang waren allerdings 10 von 12 Leuten „Neueinsteiger“ ohne Vorerfahrung. Auch das war kein Problem, deshalb kann man auch „nur“ mit dem Studium eine gute Karriere schaffen. Allerdings sollte man versuchen, während des Studiums so viel Berufserfahrung/Praktika (in den Semesterferien oder auch in der Freizeit) zu sammeln, wie nur möglich. Das ist nämlich für zukünftige Arbeitgeber sehr wichtig! Ohne diese Erfahrung ist es schwer …“

Jonas, Student an der IUBH School of Business and Management:

Student steht draußen in Fußgängerzone„Ich denke, die jetzige Branchenlage verlangt eine Ausbildung vor dem Studium, um seinen Weg glaubhaft und gezielt gehen zu können.“

Stefanie, duale Studentin der iba in Heidelberg:

Studentin sitzt im Seminarraum mit Stift in der Hand und lächelt in Kamera„Es ist durchaus sinnvoll, eine Ausbildung zu machen, da man sich schon mit dem Gebiet befasst hat – es muss aber nicht zwingend notwendig sein. Meine Empfehlung: Auslandsaufenthalt.“

Matthias, Student der SRH Hotel Akademie Dresden

Student sitzt auf Treppenstufen„Hier gibt es kein richtig oder falsch. Jeder ist verschieden und jeder geht einen anderen Karriereweg. Bei der Vielzahl an Hotels, Hotelketten und Partnerunternehmen in und um die Hotellerie gibt es keinen Standardweg oder Rezept für den besten Erfolg. Es kommt auf jeden selbst an. So vielfältig wir uns kleiden, so vielfältig sind die Möglichkeiten im Tourismus und der Hotellerie. Jedoch kann man sagen, dass Begeisterung und Engagement prinzipiell nie verkehrt sind und meistens zum Erfolg führen. Wer Spaß hat an dem, was er tut, und seinen Job mit Begeisterung lebt, ist zwangsläufig erfolgreich, denn er reißt Menschen mit und ist dadurch mit einer der besten, in dem was er tut.“

Franziska, Studentin der EMBA:

Studentin lehnt an Häuserwand mit Lernmaterial im Arm„Eine Ausbildung vor dem Studium ist nicht erforderlich. Die Zeit, welche für eine Ausbildung genutzt werden kann, ist besser in Praktika oder Einstiegsjobs zu investieren. Eine Karriere ist mit diesem Studienfach definitiv möglich.“

Martin, dualer Student der iba in Heidelberg:

Student steht mit Block und Stift im Seminarraum und lächelt in Kamera„Eine Ausbildung vor dem Studium schadet wohl nicht. Die praktische Erfahrung hilft einem, vieles nachvollziehen zu können. Zudem denke ich, dass ein Hotelmanagement Studium ideal für ein duales Studium ist. Von Beginn an lernt man den Betrieb mit seinen Abteilungen kennen und lernt dadurch das Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen erst richtig kennen. Im Studium dagegen bekommt man weniger die täglichen Abläufe in einem Hotel beigebracht als dass man sich mit Kalkulation und Zukunftsvisionen beschäftigt. Zudem hat man, wenn man mit dem Studium fertig ist, schon drei Jahre Berufserfahrung gesammelt und kann danach bestens vorbereitet in den Berufsalltag in einer Führungsposition einsteigen.“

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