Erfahrungsbericht: Bachelor Hospitality Management an der IUBH

Carmen studiert Hospitality Management an der IUBH in Bad Honnef. Ihre Faszination für das Hotelwesen hat sie während ihrer Zeit in den USA entdeckt. Wie sie sich über das Studium informiert und warum sie die IUBH ausgewählt hat, berichtet Carmen in ihrem ausführlichen Erfahrungsbericht. 

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Erfahrungsbericht

Carmen Bachelor Hospitality Management

Carmen, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst. Wie kamst du zu dem Entschluss, in der Hotellerie arbeiten zu wollen? Vor deinem Studium hast du ja auch schon ein Praktikum in einem renommierten Hotel absolviert.

Das war eher eine spontane Entscheidung. Als ich in den USA gelebt habe und mit meinen Eltern das Land erkundet habe, mussten wir natürlich immer in Hotels übernachten. Ich fand es faszinierend, wie unterschiedlich jedes Hotel war und dennoch auf jede Weise so einzigartig. Ich habe dann ziemlich schnell bemerkt, dass mir diese Atmosphäre einfach unheimlich gefällt und ich viel Kontakt mit anderen Menschen haben kann. Um zu testen, ob mir die Arbeitswelt in der Hotellerie genauso gefällt wie das Ambiente, habe ich dann ein Praktikum im Steigenberger Hotel Petersberg in Königswinter absolviert, um erste Eindrücke zu sammeln. Nach vier Wochen stand anschließend fest, dass dies der Weg ist, den ich beruflich gehen möchte. Trotz der langen und ungeregelten Arbeitszeiten hatte ich während meines Praktikums sehr viel Spaß und habe viel gelernt und dadurch fiel die Entscheidung noch leichter.

Du hast das Studium einer Ausbildung zum Beispiel zur Hotelkauffrau vorgezogen. Was waren deine Gründe hierfür?

In Bad Honnef waren es nicht vier Jahre strenges Studium, sondern es war insgesamt ein ganzes Jahr Berufserfahrung enthalten.

Nach dem Abitur war es mir wichtig, studieren zu gehen. Dennoch denke ich, dass ich mit der Hochschule in Bad Honnef einen guten Kompromiss gefunden habe. In Bad Honnef waren es nicht vier Jahre strenges Studium, sondern es war insgesamt ein ganzes Jahr Berufserfahrung enthalten. Das war mir besonders wichtig, da Berufserfahrung, gerade am Anfang, in der Hotellerie ein absolutes Muss ist und man ohne keine guten Chancen hat.

Wie hast du dich über die verschiedenen Studienmöglichkeiten im Bereich Hotelmanagement/Hospitality Management informiert? Und wieso hast du dich letztendlich für die IUBH in Bad Honnef entschieden?

Ich habe Studienkataloge und Karrierebücher gelesen sowie lange im Internet recherchiert. Des Weiteren habe ich mich von der Familie, Freunden und Bekannten beraten lassen. Die IUBH ist mir dennoch ziemlich schnell aufgefallen. Der gute Ruf, die Lage und die Studieninhalte haben mir gut gefallen. Ich bin anschließend zu einem Open Campus Day gegangen und habe mich mit Dozenten und Studenten über die FH unterhalten können. Entschieden habe ich mich letztendlich aufgrund der Studieninhalte.

Wie bereits erwähnt, hatte ich die Möglichkeit ein Praxisjahr, also zwei Praktika, während meines Studiums zu absolvieren. Eins der Praktika musste außerhalb Deutschlands stattfinden. Zusätzlich ist ebenfalls ein Auslandsstudienjahr an einer der Partneruniversitäten (USA, Australien, Finnland, England) enthalten. Dort habe ich dann meinen ersten Abschluss gemacht. Ich fand es wichtig, bereits während meines Studiums zu reisen und neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen, da dies auch besonders wichtig ist im späteren Berufsleben.

Die IUBH Bad Honnef-Bonn wird als Elite-Hochschule im Bereich Hotelmanagement bezeichnet. Kannst du uns einen Einblick in dein Studium geben? Was zeichnet die Hochschule aus? Und hast du auch nicht so positive Erfahrungen gemacht?

Des Weiteren ist die FH sehr praxisorientiert. Daher gibt es neben der campuseigenen Gastronomie und einer Demonstrationsküche auch ein campuseigenes Demo-Hotel mit 4 Suiten, welches das Praxistraining für Studenten ermöglicht.

2003 wurde die IUBH Bad Honnef zur „Leading Hotel School of the World“ ernannt und ist bis heute die einzige deutsche Hochschule in diesem Verbund. Daher hat die FH einen sehr guten Ruf. Des Weiteren ist die FH sehr praxisorientiert. Daher gibt es neben der campuseigenen Gastronomie und einer Demonstrationsküche auch ein campuseigenes Demo-Hotel mit 4 Suiten, welches das Praxistraining für Studenten ermöglicht. Die FH bietet praxisnahes Lernen, zum Beispiel welcher Wein zu welchem Essen passt. Dafür werden dann sogenannte „Gala Dinners“ organisiert, wo die eine Hälfte des Kurses das Kochen übernimmt und die andere den Service.

Des Weiteren wird in den Robinson Suites auf das Housekeeping eingegangen und dort wird demonstriert und erlernt, wie Betten richtig gemacht werden. Dabei sind besonders die Details sehr wichtig. Obwohl das Studium sich mit dem Bereich Management befasst, ist es dennoch wichtig, die Grundlagen eines Hotelbetriebes zu beherrschen. Nur so, denke ich, kann man sich später auch mit den Bereichen identifizieren und weiß, dass man auch diese Tätigkeiten beherrscht und einschätzen kann, wie wichtig diese für den gesamten Betrieb sind. Des Weiteren hat die FH eine große Auswahl an Kontakten, die während des Studiums, besonders während einer Praktikumssuche, nützlich sind, aber auch wertvoll nach dem Abschluss sein können.

Nun zum Studium: Mein Studiengang beinhaltet 2 Praktika und 2 Auslandssemester, was das Studieren sehr attraktiv macht. Das Studium ist eigentlich ein BWL-Studium, wird aber in die Hotelrichtung gelenkt. Das bedeutet, dass es ganz normale Fächer wie Mathe, Statistik und Mikro-und Makroökonomie gibt, aber dann auch spezifische Hotelfächer wie Hospitality-, Restaurant- und Rooms Division Management. Bei solchen Fächern fällt dann das Lernen erheblich leichter und macht auch mehr Spaß. Dann gibt es natürlich noch zusätzlich den praktischen Teil. Wie bereits erwähnt lernen wir zu kochen (zumindest die Basis), wie man Tische eindeckt und wie Betten gemacht werden. Das Studium ist also sehr abwechslungsreich.

Als negative Erfahrung würde ich sagen, dass man manchmal zu fokussiert auf den Management Bereich ist und denkt, dass man direkt nach dem Studium eine solche Position erreichen kann. Das ist leider nur in Einzelfällen möglich. An der FH wird natürlich oft mit solchen Positionen geworben, doch direkt nach dem Studium sind solche Positionen nur schwer zu erreichen. Dennoch denke ich natürlich, dass ich eines Tages in diesen Bereich komme.

Du hast dein Auslandssemester im Studiengang International Hospitality Management an der University of Brighton absolviert. Wie kam es dazu?

Ein wichtiger Entscheidungsfaktor war ebenfalls, dass ich dort eine Bachelorarbeit verfassen musste. [...] Dadurch wusste ich bereits, was auf mich zukommen wird und habe es nun ein wenig einfacher.

Das war ein Teil meines Studiums. Während der Studienzeit von vier Jahren sind zwei Semester an einer Partneruniversität zu absolvieren. Wie bereits gesagt, hat man die Wahl, das Jahr an verschiedenen Partneruniversitäten zu verbringen, wie in den USA, Finnland, England und Australien. Ich habe mich damals für England durch das folgende Ausschlussverfahren entschieden: Erstens wollte ich nicht noch einmal in die USA, da ich dort bereits für drei Jahre gelebt habe. Zweitens war auch Australien nicht von Interesse. Das verstehen jetzt vielleicht die wenigstens, aber aufgrund der Distanz und der ganzen Krabbelviecher war ich von dem kleinen Kontinent nicht sehr angetan. Nach Finnland wollte ich nicht, da ich kein Finnisch spreche. So wurde es England.

Die Uni ist in Eastbourne, ein kleines Städtchen in der Nähe von Brighton mit vielen alten Menschen und unzähligen Sprachkursteilnehmern aus Deutschland. Zusätzlich liegt Eastbourne direkt am Meer und wir hatten das ganze Jahr über super Wetter. Es regnet also nicht nur auf der Insel. Ein wichtiger Entscheidungsfaktor war ebenfalls, dass ich dort eine Bachelorarbeit verfassen musste. Jetzt fragen sich vielleicht einige, warum ich eine Arbeit dem Strandleben in Australien vorziehe, aber gerade jetzt merke ich, dass diese Erfahrung besonders wichtig für mich war in Bezug auf meine Diplomarbeit, die ich im Moment schreibe. Dadurch wusste ich bereits, was auf mich zukommen wird und habe es nun ein wenig einfacher. Daher kann ich England und auch ein Auslandsjahr auf jeden Fall weiterempfehlen. Man verbessert seine Sprachkenntnisse und lernt viele neue und interessante Menschen kennen.

Ist eine englische Hochschule mit einer deutschen, in deinem Fall mit der IUBH Bad Honnef-Bonn, vergleichbar?

Solange es sich ebenfalls um eine praxisorientierte FH handelt, würde ich ja sagen. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede. In Deutschland ist alles viel bürokratischer, strenger und komplizierter. Im Ausland sind die Dozenten viel offener und unternehmen sogar etwas zusammen mit den Studenten an den Wochenenden. Dort hat man eine bessere und persönlichere Beziehung zu den Dozenten. Der Lernstoff ist natürlich ähnlich, doch die Art zu unterrichten, ist unterschiedlich. Natürlich gab es an beiden Hochschulen die Gruppenarbeiten, die zur Benotung beigetragen haben, aber in England wurden beispielsweise nur Aufsätze geschrieben und es gab keine Prüfungen am Ende des Semesters. Ansonsten denke ich aber, dass man die Hochschulen vergleichen kann, solange die Praxis bei den FHs im Vordergrund steht.

Thema Skills: Wenn man in der Hotelbranche Karriere machen möchte – welche Fähigkeiten sollte man deiner Meinung nach mitbringen?

Das wichtigste ist dennoch der Spaß im Umgang mit Menschen, Empathie, ein sicheres Auftreten und eine hohe Dienstleistungsbereitschaft.

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung finde ich Fremdsprachen als immens wichtig. Es ist eine Schlüsselqualifikation und ohne Sprachen geht in der Branche leider gar nichts. Das wichtigste ist dennoch der Spaß im Umgang mit Menschen, Empathie, ein sicheres Auftreten und eine hohe Dienstleistungsbereitschaft. Des Weiteren sollte man organisiert, kreativ, freundlich, belastbar, einsatzbereit, motiviert, teamfähig und flexibel sein und auch ein großes Interesse an dieser Branche haben und bereit sein, viel zu reisen und täglich etwas Neues zu lernen.

Unsere letzte Frage: Würdest du dich wieder für den Studiengang Hospitality Management entscheiden? Und wieder an der IUBH Bad Honnef?

Nachdem ich nun am Ende meines Studiums bin, würde ich mich dagegen entscheiden noch einmal Hospitality Management zu studieren. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe und es war sehr spannend und hat sehr viel Spaß gemacht, aber ich denke, dass ich mich beim zweiten Mal dagegen entscheiden würde. Eine praxisorientierte Hochschule würde ich aber wieder bevorzugen. Besonders in Studienrichtungen wie Hotel und Tourismus, weil gerade für diese Branchen Berufserfahrung einfach ein Muss ist. Es müsste nicht wieder die FH in Bad Honnef sein, aber vom Aufbau des Studiums sollte es schon ähnlich sein.

Carmen, vielen Dank für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem Berufsweg!

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